Bootsbauer/-in

Deutscher Handwerkskammertag e.V.Berlinindeedопубліковано 06.10.2026
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Übersicht der Ausbildung

Verschaff dir eine Übersicht.

Gewerkegruppen:

Holzgewerbe

Interessensbereiche:

Haustechnik; Holz; Metall; Verkehr/Mobilität

Dauer der Ausbildung: Die Regeldauer der Ausbildung kann auf Antrag individuell verkürzt oder verlängert werden.

3,5 Jahre

Voraussetzung: Welcher Schulabschluss gefordert ist, variiert von Betrieb zu Betrieb. Rechtlich ist kein bestimmter Abschluss vorgeschrieben. Selbst ohne Schulabschluss ist eine Ausbildung möglich. Erkundige dich bei den Betrieben deiner Wahl, welchen Abschluss du mitbringen solltest. Je besser dein Abschluss, desto größer zumeist deine Entwicklungsmöglichkeiten.

Hauptschulabschluss (Berufsreife) oder Realschulabschluss (Mittlere Reife) oder Abitur oder Fachabitur

Details zur Ausbildung

Sieh es dir genauer an.

Deine Aufgaben

Als Bootsbauerin oder Bootsbauer bist du unter Berücksichtigung des Verwendungszwecks und der Anforderungen für den Neubau, den Umbau oder den Ausbau von Booten oder – je nach Spezialisierung – für die Bootstechnik zuständig.

Bauen: Spezialisierst du dich auf den Neu-, Um- und Ausbau von Booten, fertigst du alles zwischen Bug und Heck. Du verfügst über Fachkenntnisse zu den verschiedenen Materialien, aus denen Boote gebaut werden, und kennst die Eigenschaften der Verbundwerkstoffe. Ist die Bootstechnik dein Spezialgebiet, bist du für die Bordelektronik von Navigationsgeräten bis hin zur Klimaanlage zuständig.

Gestalten: Eine formschöne Reling, die komfortable Kajüte oder das stilvolle Ruder – deine Boote sind nicht nur funktionstüchtig, sondern auch gestalterisch ansprechend.

Warten: Ob Rumpf oder Technik – die Wartung eines Bootes hat höchste Priorität.

Reparieren: Bei Mastbruch, einem Leck oder elektronischen Defekten kümmerst du dich darum, dass die Boote wieder seetüchtig sind.

Du hast die Wahl zwischen zwei Fachrichtungen

Neu-, Aus- und Umbau

Technik

Deine Eigenschaften

Als Bootsbauer/-in brauchst du ein gutes Gespür für Formen und solltest gerne mit verschiedenen Materialien bauen und konstruieren. Zusätzlich sind körperliche Fitness und Seefestigkeit von Vorteil.

Deine Ausbildungsinhalte

Deine Ausbildung als Bootsbauerin oder Bootsbauer bereitet dich auf die Herausforderungen des späteren Berufslebens vor – und beinhaltet diese Themen:

Einrichten, Bedienen und Instandhalten von Werkzeugen, Geräten, Maschinen und Vorrichtungen

Bearbeiten, Verarbeiten und Lagern von Werkstoffen, Herstellen von Werkstücken

Herstellen von Verbindungen

Herstellen und Verarbeiten von Faserverbundwerkstoffen

Behandeln von Oberflächen

Herstellen von Vorrichtungen, Schablonen und Modellen

Einbauen von Ausrüstungsteilen im Bereich Deck und Aufbau

Setzen von Masten und Spieren

Einbauen von technischen Geräten, Anlagen und Systemen, Durchführen von Funktionsprüfungen

Anwenden von Dämm- und Isolierungstechniken sowie Maßnahmen zum Brandschutz

Instandhalten

Transportieren und Lagern

Planen und Vorbereiten von Arbeitsabläufen, Arbeiten im Team

Betriebliche und technische Kommunikation

Anwenden und Erstellen von technischen Unterlagen

Messen, Prüfen, Anreißen sowie Übertragen von Maßen und Konturen

Qualitätssichernde Maßnahmen

Kundenorientierung und Serviceleistungen

Fachrichtung Neu-, Aus- und Umbau

Herstellen und Instandhalten von Rümpfen und Decks

Herstellen von Innenausbauten

Herstellen, Instandhalten und Reparieren von Masten und Spieren

Herstellen von Aufbauten

Herstellen von strukturgebenden und statisch relevanten Bauteilen

Reparieren

Herstellen und Instandsetzen von Oberflächen

Fachrichtung Technik

Prüfen von technischen Anlagen und Systemen

Montieren und Warten von Ver- und Entsorgungseinrichtungen

Installieren und Warten von bordelektrischen und bordelektronischen Komponenten

Montieren und Warten von Energiespeichern, Nutzen von Energiequellen

Montieren und Warten von mechanischen und hydraulischen Systemen sowie von Ausrüstungen

Montieren und Warten von antriebs- und vortriebstechnischen Anlagen

Ausrüsten, Montieren, Warten und Trimmen von Riggsystemen

Montieren und Warten von technischen Bordeinrichtungen

Ein- und Auswintern von technischen Anlagen und Systemen

Ablauf der Ausbildung

Das kommt auf dich zu.

Ausbildungsbeginn

Die Ausbildung startet zumeist am 1. August oder 1. September eines Jahres. Es ist aber auch möglich, deine Ausbildung zu einem anderen Zeitpunkt zu beginnen. Besprich das individuell mit deinem Ausbildungsbetrieb.

Dauer der Ausbildung

3,5 Jahre

Teil I Abschlussprüfung

Der erste Teil der Gesellen-/Abschlussprüfung soll zum Ende des zweiten Ausbildungsjahres stattfinden

Teil II Abschlussprüfung

Der zweite Teil der Gesellen-/Abschlussprüfung findet am Ende der Ausbildung statt.

Weiterbildung

Deine Karrieremöglichkeiten.

Wenn du immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel haben möchtest, ist die Ausbildung als Bootsbauerin oder Bootsbauer die beste Voraussetzung dafür.

Nach dem Abschluss der Ausbildung kannst du als Gesellin oder Geselle in unterschiedlichen Betrieben arbeiten – und dich durch fachliche oder betriebswirtschaftliche Fortbildungen weiter spezialisieren.

Wenn es für dich fachlich höher hinaus gehen soll, kannst du den Meisterbrief (Bachelor Professional) erwerben und als Meisterin oder Meister im Boots- und Schiffbauerhandwerk die Leitung eines Betriebes übernehmen und Lehrlinge ausbilden. Außerdem kannst du mit dem Meisterbrief in der Tasche studieren – auch ohne Abitur.

Wenn du dich auf das Management konzentrieren willst, kannst du dich bis zum/zur Betriebswirt/-in nach der Handwerksordnung fortbilden und mit in die Unternehmensführung einsteigen.

Du siehst: Das Bootsbauhandwerk bietet interessante Möglichkeiten für deine berufliche Zukunft!

Facts

Hättest du gewusst?

Als erste Boote wurden in der Altsteinzeit ausgehöhlte Baumstämme genutzt.

Der US-Schoner „Wyoming" war mit 137 Metern das längste Holzschiff der Welt.

Boote, Jachten, Wasser und eine frische Brise. Das klingt attraktiv und lockt auch Abiturient/-innen. Der Bootsbau hat mit über 60 Prozent den höchsten Abiturient/-innen-Anteil unter den Auszubildenden im Handwerk.