Maurer/-in

Deutscher Handwerkskammertag e.V.Berlinindeedveröffentlicht 06.10.2026
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Übersicht der Ausbildung

Verschaff dir eine Übersicht.

Gewerkegruppen:

Bau- und Ausbaugewerbe

Interessensbereiche:

Ausbau/Innenarchitektur; Bau/Architektur

Dauer der Ausbildung: Die Regeldauer der Ausbildung kann auf Antrag individuell verkürzt oder verlängert werden.

3 Jahre

Voraussetzung: Welcher Schulabschluss gefordert ist, variiert von Betrieb zu Betrieb. Rechtlich ist kein bestimmter Abschluss vorgeschrieben. Selbst ohne Schulabschluss ist eine Ausbildung möglich. Erkundige dich bei den Betrieben deiner Wahl, welchen Abschluss du mitbringen solltest. Je besser dein Abschluss, desto größer zumeist deine Entwicklungsmöglichkeiten.

Hauptschulabschluss (Berufsreife) oder Realschulabschluss (Mittlere Reife) oder Abitur oder Fachabitur

Details zur Ausbildung

Sieh es dir genauer an.

Deine Aufgaben

Als Maurerin oder Maurer stellst du Fundamente, Außen- und Innenwände und Geschossdecken in Rohbauten und Gebäuden her.

Vorbereiten: Bevor du mit deinen Arbeiten starten kannst, bereitest du auf der Baustelle alles vor – dazu gehören das Aufstellen von Bauzäunen und Absperrungen genau so wie die Materialbestellungen und die Ablaufplanung.

Herstellen: Nach Bauplan und -vorgaben stellst du aus Steinen und Mörtel oder Kleber Mauerwerke her. Dabei überprüfst du kontinuierlich die Ausrichtung und greifst korrigierend mit Maurerhammer oder anderen Werkzeugen ein.

Montieren: Vorgefertigte Bauteile oder Schalungen werden von dir montiert und eingebaut, Aussparungen für Fenster oder Türen werden von dir berücksichtigt.

Verkleiden: Dämmung und Isolierung – du stattest die fertigen Mauern mit dem nötigen Schutz aus und verputzt sie.

Deine Eigenschaften

Als Maurerin oder Maurer solltest du körperlich fit sein und sorgfältig arbeiten. Außerdem solltest du gut organisieren können und gerne im Team arbeiten.

Deine Ausbildungsinhalte

Deine Ausbildung als Maurerin oder Maurer bereitet dich auf die Herausforderungen des späteren Berufsleben vor – und beinhaltet diese Themen:

Organisation des Ausbildungsbetriebes, Berufsbildung sowie Arbeits- und Tarifrecht

Sicherheit und Gesundheitsschutz

Umweltschutz und Nachhaltigkeit

Digitalisierte Arbeitswelt

Übernehmen von Arbeitsaufträgen und kundenorientierte Kommunikation

Planen, Vorbereiten und Organisieren von Arbeitsaufgaben

Einrichten, Sichern, Unterhalten und Räumen von Baustellen

Bedienen und Instandhalten von Werkzeugen, Maschinen und Anlagen

Prüfen, Lagern und Auswählen von Baustoffen und Bauhilfsstoffen

Lesen und Anwenden von Plänen und Zeichnungen

Anfertigen von Skizzen, auch digital

Durchführen von Messungen mittels sowohl analoger als auch digitaler Messgeräte

Bearbeiten von Holz und Holzwerkstoffen sowie Herstellen von Holzbauteilen

Herstellen von Bauteilen aus Beton und Stahlbeton

Herstellen von Baukörpern aus Steinen

Durchführen von Energieeffizienzmaßnahmen sowie Maßnahmen zum Schall- und Brandschutz in und an Bauwerken und Bauteilen

Herstellen von Putzen

Herstellen von Estrichen

Ansetzen und Verlegen von Fliesen und Platten

Herstellen von Bauteilen im Trockenbau

Herstellen von Baugruben und Gräben sowie Durchführen von Verbauarbeiten und Wasserhaltungen

Herstellen von Verkehrswegen

Herstellen von Infrastrukturleitungen und Bohrungen

Umbauen und Rückbauen von Baukörpern

Durchführen von qualitätssichernden Maßnahmen und Übergeben der Leistungen

Ablauf der Ausbildung

Das kommt auf dich zu.

Ausbildungsbeginn

Die Ausbildung startet zumeist am 1. August oder 1. September eines Jahres. Es ist aber auch möglich, deine Ausbildung zu einem anderen Zeitpunkt zu beginnen. Besprich das individuell mit deinem Ausbildungsbetrieb.

Dauer der Ausbildung

3 Jahre

Teil I Gesellenprüfung

Der erste Teil der Gesellenprüfung soll vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres durchgeführt werden.

Teil II Gesellenprüfung

Der zweite Teil der Gesellenprüfung findet am Ende der Ausbildung statt.

Weiterbildung

Deine Karrieremöglichkeiten.

Die Ausbildung als Maurerin oder Maurer gibt dir ein solides Fundament, um etwas in der Baubranche aufzubauen.

Nach dem Abschluss der Ausbildung kannst du als Gesellin oder Geselle in unterschiedlichen Betrieben arbeiten – und dich durch fachliche oder betriebswirtschaftliche Fortbildungen weiter spezialisieren.

Wenn es für dich fachlich höher hinaus gehen soll, kannst du den Meisterbrief (Bachelor Professional) erwerben und als Meisterin oder Meister im Maurer-und Betonbauer-Handwerk die Leitung eines Betriebs übernehmen und Lehrlinge ausbilden. Außerdem kannst du mit dem Meisterbrief in der Tasche studieren – auch ohne Abitur.

Du willst Kund/-innen und der Umwelt etwas Gutes tun? Dann entscheide dich für eine Fortbildung zur/zum Gebäudeenergieberater/-in. Dann berätst du z. B. Hauseigentümer/-innen, wie sie ihre Gebäude am besten klimafreundlich umbauen lassen können.

Als Restauratorin oder Restaurator im Maurer-Handwerk (Master Professional für Restaurierung im Handwerk) setzt du deine geballte Fachkompetenz ein, um mit alten Handwerkstechniken Kulturgüter (z. B. historische Bauwerke) zu restaurieren und für nachfolgende Generationen zu erhalten.

Wenn du dich auf das Management konzentrieren willst, kannst du dich bis zum/zur Betriebswirt/-in nach der Handwerksordnung fortbilden und mit in die Unternehmensführung einsteigen.

Du siehst: Das Maurerhandwerk bietet interessante Möglichkeiten für deine berufliche Zukunft!

Facts

Hättest du gewusst?

Der Begriff Maurer leitet sich vom mittelhochdeutschen mūrāri ab und ist schon über 1200 Jahre alt.

Mauern waren früher entscheidend für die Verteidigung. Bis heute hat sich davon abgeleitet im Sprachgebrauch erhalten, dass jemand mauert.

Früher wurden Mörtel und Ziegel auf der Baustelle mit Vögeln transportiert. Gemeint sind aber natürlich nicht Tiere, sondern so hießen die Transportbehälter. Heute kommen Kräne und Maschinen zum Einsatz.

Die längste und berühmteste Mauer der Welt ist die chinesische Mauer mit rund 9.000 km Länge.