Metallbauer/-in

Deutscher Handwerkskammertag e.V.Berlinindeedobjavljeno 06. 10. 2026
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Übersicht der Ausbildung

Verschaff dir eine Übersicht.

Gewerkegruppen:

Elektro- und Metallgewerbe

Interessensbereiche:

Metall

Dauer der Ausbildung: Die Regeldauer der Ausbildung kann auf Antrag individuell verkürzt oder verlängert werden.

3,5 Jahre

Voraussetzung: Welcher Schulabschluss gefordert ist, variiert von Betrieb zu Betrieb. Rechtlich ist kein bestimmter Abschluss vorgeschrieben. Selbst ohne Schulabschluss ist eine Ausbildung möglich. Erkundige dich bei den Betrieben deiner Wahl, welchen Abschluss du mitbringen solltest. Je besser dein Abschluss, desto größer zumeist deine Entwicklungsmöglichkeiten.

Hauptschulabschluss (Berufsreife) oder Realschulabschluss (Mittlere Reife) oder Abitur oder Fachabitur

Details zur Ausbildung

Sieh es dir genauer an.

Deine Aufgaben

Als Metallbauerin oder Metallbauer stellst du Konstruktionen aus Metall her – je nach Fachrichtung liegt der Schwerpunkt auf Konstruktionstechnik, Gestaltung oder Nutzfahrzeugen.

Formen: Schneiden, Biegen, Trennen, Anreißen, Spanen, Schweißen – nach deinen eigenen Skizzen oder nach Vorgaben bearbeitest du Metall und bringst deine Konstruktion mit verschiedenen Techniken in die richtige Form: Künstlerisch kreativ und technisch versiert.

Montieren: Die einzelnen Bauteile werden von dir vernietet, verschraubt oder verschweißt – je nach Schwerpunkt installierst du auch hydraulische, pneumatische oder elektrische Anlagen oder behandelst die Oberflächen deiner Konstruktionen mit Korrosionsschutz.

Du hast die Wahl aus drei Fachrichtungen:

Konstruktionstechnik

Metallgestaltung oder

Nutzfahrzeugbau.

Deine Eigenschaften

Als Metallbauerin oder Metallbauer solltest du handwerklich geschickt sein und zupacken können. Zudem solltest du über technisches und mathematisches Verständnis verfügen und sorgfältig arbeiten.

Deine Ausbildungsinhalte

Deine Ausbildung als Metallbauerin oder Metallbauer bereitet dich auf die Herausforderungen des späteren Berufslebens vor – und beinhaltet diese Themen:

Betriebliche, technische und kundenorientierte Kommunikation

Planen und Steuern von Arbeitsabläufen; Kontrollieren und Beurteilen der Arbeitsergebnisse

Qualitätsmanagement

Prüfen und Messen

Fügen

Manuelles Spanen und Umformen

Maschinelles Bearbeiten

Instand halten und Warten von Betriebsmitteln

Schweißen, thermisches Trennen

Manuelles und maschinelles Umformen von Blechen und Profilen

Elektrotechnik

Behandeln und Schützen von Oberflächen

Transportieren von Bauteilen und Baugruppen

Demontieren und Montieren von Bauteilen und Baugruppen

Organisation des Ausbildungsbetriebes, Berufsbildung sowie Arbeits- und Tarifrecht

Sicherheit und Gesundheitsschutz

Umweltschutz und Nachhaltigkeit

Digitalisierte Arbeitswelt

Fachrichtung Konstruktionstechnik:

Montieren und Prüfen von hydraulischen, pneumatischen und elektrotechnischen Bauteilen

Einrichten von Arbeitsplätzen an Baustellen

Herstellen von Metall- oder Stahlbaukonstruktionen

Herstellen und Befestigen von Bauteilen und Bauelementen an Bauwerken

Montieren und Demontieren von Metall- oder Stahlbaukonstruktionen

Montieren, Prüfen und Einstellen von Systemen

Instandhalten von Konstruktionen des Metall- oder Stahlbaues

Fachrichtung Metallgestaltung:

Herstellen von Flächen und Körpern durch Treiben

Handhaben von Schmiedefeuern und schmiedbaren Werkstoffen

Herstellen von Schmiedeteilen durch manuelles und maschinelles Schmieden

Herstellen und Instandhalten von Werkzeugen und Hilfswerkzeugen zum Schmieden

Herstellen und Montieren von Bauteilen und Gegenständen

Gestalten von Oberflächen

Befestigen von Bauteilen

Fachrichtung Nutzfahrzeugbau:

Elektrik und Elektronik

Hydraulik und Pneumatik

Herstellen und Umbauen von Karosserie, Fahrzeugrahmen und Aufbauten

Einbauen, Einstellen und Anschließen von mechanischen, hydraulischen, pneumatischen sowie elektrischen und elektronischen Systemen und Anlagen

Ausrüsten und Umrüsten mit Zubehör und Zusatzeinrichtungen

Eingrenzen, Bestimmen und Beurteilen von Fehlern,Störungen und deren Ursachen

Warten und Instandsetzen von Systemen und Anlagen

Prüfen und Instandsetzen von Karosserie, Fahrzeugrahmen und Aufbauten

Prüfen, Bearbeiten und Schützen von Oberflächen

Kontrollieren der durchgeführten Arbeiten unter Einbeziehung angrenzender Bereiche

Ablauf der Ausbildung

Das kommt auf dich zu.

Ausbildungsbeginn

Die Ausbildung startet zumeist am 1. August oder 1. September eines Jahres. Es ist aber auch möglich, deine Ausbildung zu einem anderen Zeitpunkt zu beginnen. Besprich das individuell mit deinem Ausbildungsbetrieb.

Dauer der Ausbildung

3,5 Jahre

Teil I Gesellenprüfung

Der erste Teil der Gesellenprüfung soll vor Ende des zweiten Ausbildungsjahres durchgeführt werden.

Teil II Gesellenprüfung

Der zweite Teil der Gesellenprüfung findet am Ende der Ausbildung statt.

Weiterbildung

Deine Karrieremöglichkeiten.

Die Ausbildung als Metallbauerin oder Metallbauer ist deine Basis, um in die Metallbranche einzusteigen.

Nach dem Abschluss der Ausbildung kannst du als Gesellin oder Geselle in unterschiedlichen Betrieben arbeiten – und dich durch fachliche oder betriebswirtschaftliche Fortbildungen weiter spezialisieren.

Wenn du dein handwerkliches Können mit deinen kreativen Fähigkeiten verbinden willst, kannst du als Gestalterin oder Gestalter im Handwerk besonders kreativ werden.

Wenn es für dich fachlich noch höher hinaus gehen soll, kannst du den Meisterbrief (Bachelor Professional) erwerben und als Meisterin oder Meister im Metallbauer-Handwerk die Leitung eines Betriebs übernehmen und Lehrlinge ausbilden. Außerdem kannst du mit dem Meisterbrief in der Tasche studieren – auch ohne Abitur.

Du willst Kund/-innen und der Umwelt etwas Gutes tun? Dann entscheide dich für eine Fortbildung zur/zum Gebäudeenergieberater/-in. Dann berätst du z. B. Hauseigentümer/-innen, wie sie ihre Gebäude am besten klimafreundlich umbauen lassen können.

Als Restauratorin oder Restaurator im Metallbauer-Handwerk (Master Professional für Restaurierung im Handwerk) setzt du deine geballte Fachkompetenz ein, um mit alten Handwerkstechniken Kulturgüter (z. B. historische Metallstatuen) zu restaurieren und für nachfolgende Generationen zu erhalten.

Wenn du dich auf das Management konzentrieren willst, kannst du dich bis zum/zur Betriebswirt/-in nach der Handwerksordnung fortbilden und mit in die Unternehmensführung einsteigen.

Du siehst: Das Metallbauerhandwerk bietet interessante Möglichkeiten für deine berufliche Zukunft!

Facts

Hättest du gewusst?

1989 wurden die Berufe Schlosser/-in und Schmied/-in zum neuen Beruf Metallbauer/-in zusammengeführt.

1958 erfand der ausgebildete Schlosser Artur Fischer den Kunststoffdübel. Mit über 5000 Patenten gehört er zu den erfinderischsten Handwerkern überhaupt.

Rund 80 Prozent der chemischen Elemente zählen zu den Metallen.

Auch wenn Handeinsatz beim Fußball ein Foul ist, ist bei vielen Fußballspielen ganz viel Handwerk dabei. Denn die Metallbauer/-innen und Feinwerkmechaniker/-innen von Schäpers bauen u.a. Fußballtore, die auf der ganzen Welt auf den Plätzen stehen.