Raumausstatter/-in

Deutscher Handwerkskammertag e.V.Berlinindeedpublisert 06.10.2026

Übersicht der Ausbildung

Verschaff dir eine Übersicht.

Gewerkegruppen:

Bekleidungs-, Textil- und Ledergewerbe

Interessensbereiche:

Ausbau/Innenarchitektur; Design; Verkauf/Beratung

Dauer der Ausbildung: Die Regeldauer der Ausbildung kann auf Antrag individuell verkürzt oder verlängert werden.

3 Jahre

Voraussetzung: Welcher Schulabschluss gefordert ist, variiert von Betrieb zu Betrieb. Rechtlich ist kein bestimmter Abschluss vorgeschrieben. Selbst ohne Schulabschluss ist eine Ausbildung möglich. Erkundige dich bei den Betrieben deiner Wahl, welchen Abschluss du mitbringen solltest. Je besser dein Abschluss, desto größer zumeist deine Entwicklungsmöglichkeiten.

Hauptschulabschluss (Berufsreife) oder Realschulabschluss (Mittlere Reife) oder Abitur oder Fachabitur

Details zur Ausbildung

Sieh es dir genauer an.

Deine Aufgaben

Als Raumausstatterin oder Raumausstatter gestaltest du Wohn- und Geschäftsräume vom Boden über Wände bis hin zu Dekorationselementen.

Beraten: Zweckmäßige Büroräume, die Eingangshalle eines Unternehmens oder das private Wohnzimmer – du berätst deine Kundinnen und Kunden bei ihren Einrichtungswünschen und informierst über Kosten und Umsetzbarkeit.

Gestalten: Mit Stilempfinden und handwerklichem Geschick wählst du das benötigte Material zur Gestaltung der Räumlichkeiten aus, besorgst es und setzt die besprochenen Ideen für Boden, Wände und Dekorationen um – von Tapete über Teppiche bis hin zu neuen Polsterbezügen.

Deine Eigenschaften

Als Raumausstatter/-in solltest du ein Gespür für Design und Stil mitbringen und kreativ sein. Außerdem solltest du freundlich sein und gerne mit Menschen zusammenarbeiten.

Deine Ausbildungsinhalte

Deine Ausbildung als Raumausstatterin oder Raumausstatter bereitet dich auf die Herausforderungen des späteren Berufslebens vor – und beinhaltet diese Themen:

Anwenden von Informations- und Kommunikationstechniken

Vorbereiten von Arbeitsabläufen, Kontrollieren und Beurteilen der Arbeitsergebnisse, Arbeiten im Team

Anfertigen und Anwenden von Arbeitsunterlagen, Durchführen von Messungen

Vorbereiten, Einrichten, Sichern und Räumen von Arbeitsplätzen

Einsetzen und Warten von Werkzeugen, Geräten, Maschinen und technischen Einrichtungen

Be- und Verarbeiten von Werk- und Hilfsstoffen

Entwickeln und Gestalten von Raumsituationen

Prüfen, Vorbereiten und Bearbeiten von Untergründen

Be- und Verarbeiten von Profilen

Behandeln von Oberflächen

Gestalten und Verlegen von Bodenbelägen

Instandsetzen von Polstermöbeln und Herstellen von Polstern

Gestalten, Anfertigen und Montieren von Raumdekorationen

Anfertigen und Montieren von Licht-, Sicht- und Sonnenschutz

Gestalten, Bekleiden und Beschichten von Wand- und Deckenflächen

Durchführen qualitätssichernder Maßnahmen, Kundenservice

Organisation des Ausbildungsbetriebes, Berufsbildung sowie Arbeits- und Tarifrecht

Sicherheit und Gesundheitsschutz

Umweltschutz und Nachhaltigkeit

Digitalisierte Arbeitswelt

Ablauf der Ausbildung

Das kommt auf dich zu.

Ausbildungsbeginn

Die Ausbildung startet zumeist am 1. August oder 1. September eines Jahres. Es ist aber auch möglich, deine Ausbildung zu einem anderen Zeitpunkt zu beginnen. Besprich das individuell mit deinem Ausbildungsbetrieb.

Dauer der Ausbildung

3 Jahre

Zwischenprüfung

Während der Ausbildung erfolgt eine Zwischenprüfung. Sie soll vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres stattfinden. Sie gibt dir eine Orientierung zu deinem Lernstand.

Abschlussprüfung

Am Ende der Ausbildung findet eine Gesellenprüfung statt.

Weiterbildung

Deine Karrieremöglichkeiten.

Mit der Ausbildung als Raumausstatterin oder Raumausstatter schaffst du in Zukunft Räume mit Atmosphäre und Stil.

Nach dem Abschluss der Ausbildung kannst du als Gesellin oder Geselle in unterschiedlichen Betrieben arbeiten – und dich durch fachliche oder betriebswirtschaftliche Fortbildungen weiter spezialisieren.

Wenn du dein handwerkliches Können mit deinen kreativen Fähigkeiten verbinden willst, kannst du als Gestalterin oder Gestalter im Handwerk besonders kreativ werden.

Mit der Qualifikation Gestaltungsberater/-in im Raumausstatterhandwerk kannst du Kund/-innen und der Umwelt etwas Gutes tun? Dann entscheide dich für eine Fortbildung zur/zum Gebäudeenergieberater/-in. Dann berätst du z. B. Hauseigentümer/-innen, wie sie ihre Gebäude am besten klimafreundlich umbauen lassen können.

Als Restauratorin oder Restaurator im Raumausstatter-Handwerk (Master Professional für Restaurierung im Handwerk) setzt du deine geballte Fachkompetenz ein, um mit alten Handwerkstechniken Kulturgüter (z. B. historische Polstermöbel) zu restaurieren und für nachfolgende Generationen zu erhalten.

Wenn du dich auf das Management konzentrieren willst, kannst du dich bis zum/zur Betriebswirt/-in nach der Handwerksordnung fortbilden und mit in die Unternehmensführung einsteigen.

Du siehst: Das Raumausstatterhandwerk bietet interessante Möglichkeiten für deine berufliche Zukunft!

Facts

Hättest du gewusst?

Früher hieß der Beruf Polsterer/-in und Dekorateur/-in.

Schon in mittelalterlichen Burgen sorgten sogenannte Tapissiers für die Ausgestaltung der Räume mit Teppichen und dekorativen Stoffen.

Die Tapete stammt ursprünglich aus dem Orient.

In Kassel gibt es ein Tapetenmuseum mit einer Sammlung von etwa 23.000 Tapeten.